Sin Titulo geht weiter…

Für alle die es noch nicht bemerkt haben, seit letzter Woche Montag machen wir wieder mit Sin Titulo weiter. Es gab eine rechtliche Situation zu klären, da Cameron die Druckrechte an einen namhaften amerikanischen Verlag verkauft hat. Wie wir mittlerweile wissen sind die Rechte der deutschen Online-Übersetzung nicht davon betroffen, daher gehen wir wieder munter ans Übersetzen.

Wie gehabt wird Sin Titulo jeden Montag für fast noch ein Jahr neu erscheinen. Cameron hat die Geschichte wegen des Drucktermins schon zu Ende gebracht, es wird also bis zum Ende der Geschichte hier keine weitere Unterbrechung geben.

Zudem könnt ihr wie immer am Mittwoch eine neue Folge des Abscheulichen Charles Christopher lesen und am Freitag Utan und Artik.

Wann es mit Kukuburi weitergeht ist leider noch nicht abzusehen, das liegt leider nicht in unserem Bereich, sobald jedoch Ramón weitermacht geht es auch sofort wieder bei uns los.

 

So lange ist es schon her…

Viele wundern sich wahrscheinlich nicht einmal mehr, warum es hier keine Updates gibt. Manche munkeln gar Die Biblyothek sei bereits tot. Ich persönlich finde das allerdings ein bisschen weit hergeholt, und wer sollte es besser wissen als ich.

Ich habe mich jedoch vom Buchdruck weit entfernt, da die Veröffentlichungen neuer deutscher Talente zwar in der Presse immer gut angekommen ist, aber sich in den Verkaufszahlen der Druckwerke nicht großartig niedergeschlagen hat.

Deshalb setze ich aktuell mehr auf das wo wir ursprünglich herkommen, auf das Web. Unsere Webcomics auf lyberspace machen sich ganz gut und wir tüfteln gerade auch daran den ersten Band von Der Tod und das Mädchen neu aufzulegen. Ihr werdet sagen, hey, Moment, sagte sie nicht gerade kein Druck mehr? Nun, die Ausnahme bestätigt die Regel. Erfolgreiche Webcomics werden wir immer wieder mal drucken, es sind dann aber jene Werke die in der Presse nicht ganz so viel Gehör finden, sich dafür aber verkaufen. Und da gibt uns das Internet alle Mittel in die Hand, um dies zu analysieren und auch entsprechend zu vermarkten.

Darüber hinaus gab es noch eine organisatorische Änderung. Da ich nach vielen Jahren der Wanderschaft nun nur noch eine einzige Meldeadresse in der Schweiz habe wird auch der Verlag in Hinkunft ein Schweizer Verlag sein. Das macht es für mich in mancher Hinsicht etwas leichter in Hinsicht Vertrieb/Logistik allerdings ungemein schwerer. Hier bin ich noch am Ausloten der Möglichkeiten.

Ich halte euch dazu in Zukunft auf dem Neusten.

Bis dahin viel Spaß mit den Webcomics. Erwartet in Zukunft übrigens noch viel mehr auf lyberspace.de.

 

Ein Blick auf die Frankfurter Buchmesse 2011

Vom 12. bis 15. besuchte ich dieses Jahr die Frankfurter Buchmesse, um mal zu sehen, was sich denn so getan hat in einem Jahr der Abwesenheit. Um soviel vorweg zu sagen: Man erlebte keine großen Überraschungen. Man erlebte auch keine kleinen Überraschungen. Eigentlich erlebte man garnichts, denn die Halle 3.0., welche in den letzten Jahren immer ein Mekka für Comiclesende war, zeigte sich dieses Mal von einer schwer abgemagerten Seite: Außer den meisten von uns bekannten Verlagen Carlsen und Splitter gab es nur eine Hand voll kleiner Nischen, welche aber weitgehend unbeachtet blieben.Bei Splitter wie gewohnt ein wenig Fachgesimpel, bei Carlsen meterlange Schlangen für Mappensichtungen. Wer nach Neuigkeiten suchte, war hier leider alleine auf weiter Flur. Trotzden war die Stimmung ausgelassen und gut.

In den Hallen der technischen Neuerungen gab es ein paar interessante Foren bezüglich “Digital Contents”, wie es auf deutsch genannt wird. Alle Achtung, die Redner waren wirklich gut vorbereitet und die Vorträge alle wirklich sehr gut präsentiert. Der Tenor des ganzen erscheint eher nüchtern - Buch auf Tablets funktioniert, aber oft auch nicht. Zum Beispiel bei Bildbändern, Reiseführern und - wer hätte es gedacht - Comics. Nicht, das der Content nicht angenommen würde, denn das wird er; solange man nichts dafür bezahlen muß. Experimente, bei denen in Amerika 0,15$ pro Comic verlangt wurden, gingen schnell nach hinten los. Webcomic funktioniert komischerweise nur in Ländern, in denen keine andere Möglichkeit besteht, an einen Comic zu gelangen. Alles in Allem sahen die neun Buchtablets jedoch alle ziemlich cool aus.

Auf dem ausländischen Parkett machte sich dieses Jahr besonders bei den Staaten Frankreich und Belgien, die wie verrückt mit Comics handelten. Und obwohl viele Verlage nur zum Lizenshandel angetreten waren, fanden Sie immer noch Zeit, einem bei einer Frage zur Seite zu stehen, ja, sogar den Weg zu einem andern Stand zu zeigen und einen vorzustellen. Solch einen Enthusiasmus, gepaart mit soviel Professionalität und Gelassenheit, das wünscht man sich von so manchem deutschen Verlag. Den Höhepunkt fand ich persönlich in Halle 8 vor, wo die USA und England ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Man kann sagen was man will, aber der Comicmarkt der USA  ist letztendlich deswegen so groß, weil es immer noch diese steinharte “Everything goes” Menthalität gibt. Wenn man etwas verkaufen möchte, das gut ist, wird es dafür einen Absatzmarkt geben. Dieses Denken  ist wirklich beneidenswert.

Das Fazit der Buchmesse: Für Freunde des Krimis oder des Kochbuchs wird die Buchmesse Frankfurt immer ein großer Termin bleiben. Für Comicleser und Händler wird die Buchmesse bald jede Bedeutung verloren haben. Ausweichmöglichkeiten gibt es jedoch reichlich:Von der Strip Turnhout in Belgien über die Messe in Angouleme - das Gewicht wird verlagert, nicht reduziert. Also, Augen auf.

 

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