
Eine Geschichte, in der Reales und Phantasie verschmelzen. Ein kleines Mädchen, genannt Claire, sieht blau-gelb-gestreifte Tierchen in ihrem Zimmer umherhuschen und Bauklötzchen verschwinden. Die Tierchen sah (wahrscheinlich) nur sie, die Bauklötze entwendete die Mutter, um den Ofen anzuheizen. Der Vater war wegen Wehrdienstverweigerung im Knast weit weg in der fremden Stadt. Zum Glück gibt es da “Onkel Stefan”, der immer häufiger zu Besuch kommt und später regen Sven und René Claires jungfräuliche Fantasie sehr an... Was unternimmt ein kleines Mädchen, um die Liebe und Geborgenheit zu bekommen, nach der sie sich sehnt?

Ein junger Mann schenkt sein Herz in einer Dose an seine 15-jährige Freundin. Sie nimmt das kostbare Geschenk an und widmet sich von nun an,
es mit allen Aufmerksamkeiten überschüttend, Tag und Nacht seiner Pflege.
Sie gießt es fein säuberlich mit Hilfe eines Schwammes, der mit Wasser vollgesogen ist, sie hält es warm, schützt es vor dem Wind
und vor unerwünschten Besuchern, und entfernt am Ende sogar selbst den Besitzer des Herzens.
Die Geschichte ist inspiriert von einem anonymen Tableau des 15. Jahrhunderts, Le Sortilège de l’amour (Liebeszauber).

Eine Studentin Anfang 20 feiert mit anderen privilegierten Teenagern eine Party, auf der großzügig Alkohol und Drogen genossen werden. Als
ihre Freundin abhaut, ist sie noch am Trinken und Knutschen. Sie rennt ihr hinterher, aber ihre Freundin ist schon verschwunden. Die Nacht in der großen Stadt und der Alkohol haben ihre Orientierung ausradiert.
Als sie hilflos auf dem Bürgersteig in Tränen ausbricht, kommt ein Junge, der ihr auf seine charmante Art hilft. Von ihm geführt, versinkt sie tief in unbekanntes und dunkles Territorium, wo sie ihre Ängste überwinden muss, um genießen zu können.

"Das letzte Mal als ich so verliebt gewesen bin wie heute, war ich 16. Das war vor 15 Jahren." Sie wohnt in Frankreich, er lebt in Portugal. Die Annäherung an den anderen bringt Diskussion und Konfrontation mit sich. Kann eine Urlaubsbekanntschaft auch die eine große Beziehung werden die uns bis an unser Lebensende begleitet? Gibt es diese einzigartige Beziehung überhaupt?

Eine Frau um die dreißig leidet an Schlaflosigkeit. Eigentlich hat sie sich in ihrem Leben gut zurechtgefunden, und sie hat gelernt, die Realität als Notwendigkeit anzuerkennen. Aber seit mehreren Monaten nun schon ist sie jede Nacht ruhelos und ohne Träume. Auch die Beziehung zu ihrem Freund und zu dessen 5-jährigem Sohn leidet sehr unter ihrer Erschöpfung. Sie ahnt, dass ihr etwas fehlt, ohne genau zu verstehen, was es ist. Ihre verzweifelte Suche nach Schlaf führt sie schließlich zu einer seltsamen Begegnung mit dem Unbekannten...

Christine und Manuel sind um die Vierzig und ein Paar, seit einigen Jahren schon. Sie haben ein Kind und wohnen zusammen. Sie haben sich ein gemeinsames Leben, gemeinsame Codes erschaffen. Aber lieben sie sich eigentlich noch? Christines Zweifel, im Grunde seit Anbeginn vorhanden, werden stärker. Tiefe Schluchten öffnen sich in einem harmlosen Gespräch mit wenigen Worten. Beide merken, dass sie in einer Dynamik gefangen sind, die sie nicht mehr kontrollieren können. Keiner traut sich, den Kreis zu verlassen.
Warum kommen zwei nicht voneinander los, obwohl sie leiden? Lieber bekanntes Leid als die unbekannte Freiheit?

Eine ältere Frau Mitte Fünfzig, wundert sich darüber, dass sie sich immer noch abwechselnd in diesen oder jenen Mann verliebt. Sie fragt sich, wann das endlich aufhört, denn sie fürchtet die Vorstellung, eine lächerliche alte Frau zu werden.
Ein Kollege begleitet sie zufällig eines Abends auf dem Weg nach Hause. Gemeinsam erinnern sie sich, dass die Frau schon als Mädchen nichts mehr
gefürchtet hat als die Demütigung einer Zurückweisung.
Damals, jugendlich frisch, hat sie sich zu dick gefühlt, zu hässlich oder zu dumm. Sie lachen darüber, erinnern sich an Zurückweisungen und Erfolge, und – weil es sich so gut anfühlt – verlieben sie sich ein wenig ineinander.